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Mahdgutübertragung in Nordrhein-Westfalen


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Selbstberasung und Selbstbegrünung 

Definition

Die Selbstberasung wird bei der Entwicklung von vegetationsfreien Flächen, wie z. B. der Umwandlung von Ackerflächen oder Schwarzbrachen in Grünland eingesetzt. Das gezielte Einbringen von Saatgut oder Diasporen unterbleibt. Die Vegetationsentwicklung ist von dem Diasporenvorrat im Boden und den auf verschiedenen Wegen eingetragen Samen abhängig. Genutzt werden die Spontanentwicklung der Flora und die natürlichen Sukzessionsabläufe. Eine Steuerung der Vegetationsentwicklung erfolgt, falls gewünscht, über eine dem Zielbiotop angepasste Pflege und Nutzung.

Selbstberasung eines Ackers, Versuchsflächen LÖLF, Abt. 4 (© Foto: Dr. A. Neitzke)

Durchführung

Vorab sind die Bodenbearbeitungs­maß­nahmen durchzuführen, die auch einer Ansaat vorausgehen. Hierzu gehört ein Glattziehen der Fläche, die Vorbereitung eines feinkrümeligen Saatbettes und optimaler Weise eine Rückverfestigung. Nur so ist eine problemlose spätere Grünlandnutzung gewährleistet.

Pflege

Grünland: Vor der ersten Nutzung sind gegebenenfalls Schröpfschnitte durchzuführen. Nachfolgende Beweidung und Mahd sowie Düngung richten sich nach der zu entwickelnden Pflanzengesellschaft. Eine entsprechende Grünlandpflege ist für das Erreichen und die Sicherung des Entwicklungsziels notwendig.

Einsatzmöglichkeiten und Eignung

Entwicklung von Grünlandbiotopen bei geeignetem und ausreichendem Samenvorrat im Boden oder der unmittelbaren Umgebung.

Bewertung

Das Ergebnis hängt stark von dem Diasporenvorrat im Boden und der Vegetation der Nachbarflächen ab. Die Steuerung im Hinblick auf den Zielbiotop erfolgt lediglich durch die Nutzung bzw. Pflege. Über den Artenreichtum und das Auflaufen von Zielarten können keine sicheren Vorhersagen getroffen werden. Diese Maßnahme führt nicht zwangsläufig zu artenreichen Lebensräumen.