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Mahdgutübertragung in Nordrhein-Westfalen


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Heublumensaat

Definition

Dieses Verfahren dient schwerpunktmäßig der Gewinnung von lagerfähigem lokalem- oder Ökotypen- Saatgut. Es ist ein Nebenprodukt, das bei verschiedenen Arbeitsschritten der Heuwirtschaft anfällt. Eine spezielle Aufbereitung des Mahdgutes wird nicht vorgenommen.

Gewinnung von Heublumensaat als

Durchführung

Zum Ende der Stallfütterung im Frühjahr wurden früher die aus dem Heu ausgefallenen Samen auf dem Heuboden zusammen- oder auch der Heuwagen nach dem Heutransport abgefegt. Das auf diese Weise gewonnene Material fand bei der Anlage bzw. Nachsaat von Grünland Verwendung. Heute wird dieses Verfahren im Rahmen der Erzeugung von alternativem Saatgut wie Wiesen- oder Heudrusch eingesetzt. Das so gewonnene Material kann in Pappsäcke abgefüllt und gelagert werden. Die Aussaat erfolgt wie unter „Heusaat" beschrieben.

Pflege

Nach dem Auflaufen der Pflanzen ist bei Bedarf ein Schröpfschnitt durchzuführen. In Anschluss daran kann mit der Bewirtschaftung begonnen werden. Auf die richtige, den Zielgesellschaften angepasste Nutzung und Pflege ist zu achten.

Einsatzmöglichkeiten und Eignung

Anlage von Grünland.

Bewertung

Da der Samen meist von unterschiedlichen Flächen stammt, ist die regionale/lokale Herkunft oft nicht belegbar. Oft dominieren Problempflanzen und unerwünschte Gräser im gewonnenen Saatgut, Dadurch entwickeln sich Bestände, die weder der Vorstellungen des Naturschutzes noch den Anforderungen der Landwirtschaft entsprechen. Daher wird dieses Verfahren vom LANUV nur im Zusammenhang mit der Gewinnung von Heu oder Heudrusch von wertvollen Spenderflächen empfohlen, um die Verluste, die sonst bei den Bearbeitungsvorgängen auftreten, zu minimieren.